Hi Soberstar,
Schon mal von einem Schaumwein für 9,50 Pfund gehört, der keinen Tropfen Alkohol enthält? Freixenet hat gerade genau das auf den Markt gebracht – das Diamond 0.0%. Und ehrlich gesagt ist das eine dieser Neuigkeiten, bei der man kurz stolpert. Nicht nur weil alkoholfreier Schaumwein generell einen Moment verdient, sondern weil sich gerade etwas in der Kategorie verändert, das uns alle betrifft.
Die großen Player entdecken alkoholfrei
Freixenet ist keine Newcomer-Brand. Die stehen seit Jahrzehnten in den Regalen von Supermärkten weltweit, kennen ihre Distributionswege wie ihre Westentasche und können Produktionskosten auf Mengen verteilen, von denen kleinere Brands nur träumen. Das Diamond 0.0% kommt mit dem vollen Gewicht dieser Markengeschichte – vertrautes Logo, vertrautes Packaging, vertrauter Preispunkt. Für viele Menschen, die gerade anfangen, alkoholfrei zu erkunden, ist das ein sehr niedrigschwelliger Einstieg.
Das ist erst mal keine schlechte Sache. Mehr Sichtbarkeit für alkoholfreie Optionen bedeutet in der Regel auch mehr gesellschaftliche Akzeptanz. Wer am Tisch mit einem Freixenet-Glas sitzt, muss nichts erklären.
Aber hier wird es interessant
Unabhängige AF-Weinmarken haben in den letzten Jahren etwas Bemerkenswertes gebaut. Brands wie BOLLE beispielsweise entwickeln patent-angemeldete Doppelfermentationsprozesse, also echte, handwerkliche Innovation, die darauf ausgerichtet ist, das Beste aus Traube und Gärung herauszuholen, bevor der Alkohol entfernt wird. Das ist kein Marketing-Sprech. Das ist ernsthaftes Handwerk.
Der Unterschied zu einem Legacy-Produkt liegt nicht nur im Geschmack. Er liegt im Warum. Viele dieser Brands sind aus einer echten Überzeugung heraus entstanden – von Menschen, die selbst sober leben oder bewusste Entscheidungen rund ums Trinken treffen und dabei keinen Kompromiss beim Genuss machen wollten. Das steckt in jedem Schritt des Prozesses drin.
Was das für uns als Community bedeutet
Wir sind keine Weinexperten beim Sober Brunch Club – wir sind Community. Und vielleicht ist genau das der richtige Blickwinkel für diese Frage.
Wenn große Marken in die Kategorie einsteigen und die Preise nach unten drücken, passieren zwei Dinge gleichzeitig: Alkoholfrei wird normaler und zugänglicher. Aber die Brands, die die Kategorie aufgebaut haben, müssen noch klarer kommunizieren, warum ihr Ansatz einen anderen Wert hat. Craft und Prozess sind keine abstrakten Konzepte, sie schmecken nach etwas. Ob das 9,50€ wert ist oder mehr, entscheidet am Ende jede Person für sich selbst.
Unsere Empfehlung: Probiert beides. Macht euch eine eigene Meinung. Und wenn ihr etwas entdeckt, das euch überrascht, egal ob von einer großen oder einer kleinen Marke, schreibt es in die Comments oder schickt uns eine DM.
Keep slaying, euer SBC.
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